Bewegung wird an der Ahrtalschule großgeschrieben. Auf dem Pausenhof toben, im Sportunterricht in Bewegung kommen – das gehört für die rund 300 Schülerinnen und Schüler täglich dazu. Dementsprechend groß ist die Vorfreude auf die neue Sporthalle, für die am 13. April der Grundstein gelegt wurde. Ab Sommer 2027 soll die hochwasserangepasste Dreifeld‑Sporthalle fertiggestellt sein. Für Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde, ist der Neubau ein wichtiges Zeichen im Wiederaufbau: „Es entsteht ein Ort für Sport, Begegnung und Gemeinschaft – zukunftsfähig und hochwasserangepasst.“
Bewegungsfreude trotz eingeschränkter Bedingungen
Auch über den klassischen Sportunterricht hinaus sind die Kinder viel in Bewegung. In den Pausen Tischtennis spielen, Kräftemessen auf dem Soccer-Feld, Nachmittagsangebote wie eine Spiele-AG oder ein breites Angebot von Ballsportarten – der Bewegungsdrang ist groß. Dass Handys im Schulalltag verboten sind und Tablets nur im Unterricht genutzt werden dürfen? Das macht den Schülerinnen und Schülern gar nichts aus. „Man merkt einfach, wie groß der Bewegungsdrang ist“, so die Schulleiterin. „Gerade die jüngeren Kinder wollen spielen, rennen, sich ausprobieren – Tablets oder Handys sind da überhaupt kein Thema.“ Auch nach der Schule sind viele noch im Fußballverein aktiv oder in einer der zahlreichen Tanzgruppen.
Neue Halle eröffnet neue Möglichkeiten
Mit der neuen Sporthalle werden sich die Möglichkeiten der Schule noch deutlich erweitern. Perspektivisch möchte die Ahrtalschule Ganztagsschule werden. Dann könnten zusätzliche Sportangebote oder Arbeitsgemeinschaften den Nachmittag bereichern und regelmäßige Wettkämpfe den Schulalltag prägen. Aktuell geht es für die Bundesjugendspiele – ein bei allen beliebter Wettbewerb – mit dem Bus ins zehn Kilometer entfernte Kalenborn. Auch wenn das umständlicher ist: „Viele Kinder wollen zeigen, was sie können“, berichtet die Schulleiterin. „Für sie ist es etwas Besonderes, eine Siegerurkunde zu bekommen oder zu merken: Ich habe mein Bestes gegeben.“ Marion Schnitzler freut sich ebenso darüber, dass in Zukunft auch Schwimmunterricht angeboten werden kann. Denn direkt gegenüber der Schule entsteht ein Lehrschwimmbecken.
Dafür, dass der Schulsport eine Zukunft hat, sorgt auch Wolfgang Rumpf. Der Architekt baut die neue Sporthalle als moderne Dreifeldsporthalle mit Tribüne und Nebenräumen. Gleichzeitig nutzt er den Neubau, um die Ausstattung auf den neuesten Stand der sportlichen Anforderungen zu bringen. So sind beispielsweise Vorrichtungen für Großgeräte wie das Turnreck, Badmintonfelder direkt im Boden integriert, was den Auf- und Abbau deutlich erleichtert, sicherer und flexibler gestaltet und den Sportbetrieb komfortabler macht. Die Halle ist so konzipiert, dass drei Einzelhallen abgetrennt werden können.
„Ergänzend zum Neubau setzen wir auf ein ganzes Bündel an Hochwasserschutzmaßnahmen, etwa Regenrückhaltung, Überflutungsrückhalteflächen im Außenbereich sowie mobile Hochwasserschutztüren bis zu einer Höhe von einem Meter. Der Bau liegt aktuell im Zeitplan, der Bezug ist für 2027 vorgesehen“, erklärt Wolfgang Rumpf.
Eine Perspektive auch für den Breitensport, denn die neue Halle steht auch Vereinen bis hin zu Mannschaften aus höheren Ligen, etwa der Regionalliga zur Verfügung. „Mein Wunsch ist, dass die Bauarbeiten weiterhin so gut vorangehen und dass diese Sporthalle zu einem sichtbaren Denkmal für den gelungenen Wiederaufbau wird“, so Rumpf.
Auch für die Ahrtalschule selbst ist der Neubau der Sporthalle weit mehr als ein Bauprojekt. „Die neue Halle wird unseren Schulalltag verändern“, sagt Schulleiterin Marion Schnitzler. „Sie gibt uns Raum für Bewegung, für Gemeinschaft und für neue Ideen – und darauf freuen wir uns sehr.“