Altenahr, 27.10.2026 - Wie geht es beim Wiederaufbau in Altenahr weiter? Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten am 23. und 24. Oktober die Gelegenheit, sich im Haus des Gastes aus erster Hand über aktuelle Projekte und Planungen zu informieren. An fünf Themenständen wurde gefragt, erklärt und diskutiert. Dabei zeigte sich: Gerade wenn es um die konkrete Zukunft des eigenen Ortes geht, ist das Interesse groß.
Die Ortsgemeinde Altenahr, Bürgermeister Dr. Neofitos Arathymos und der Gemeinderat hatten als Gastgeber ein vielfältiges Angebot zusammengestellt: Julius Berger International und der Landesbetrieb Mobilität, Regionalbüro Sinzig, informierten über aktuelle Hoch- und Tiefbauprojekte. Nadine Hamacher, verantwortlich für die Städtebauförderung in der Bauabteilung der Verbandsgemeinde Altenahr, informierte über das Städtebauprojekt Friedenseiche und die damit verbundenen Vorhaben.
Besonders intensiv beschäftigten sich die Besucherinnen und Besucher mit der neuen Ahrpromenade. Diese soll künftig entlang einer neuen Stützmauer verlaufen, die zugleich die Abgrenzung zur Ahr bildet. So werden Hochwasservorsorge und die künftige Gestaltung des Ortsbildes miteinander verbunden.
Konkreter Blick auf die Zukunft Altenahrs
Auch weitere Vorhaben, die das Ortsbild und das Leben in Altenahr künftig prägen werden, stießen auf reges Interesse. Eine digitale Visualisierung des Landesbetriebs Mobilität vermittelte einen Eindruck von den Planungen für den Ausbau der Ahrbrücke bis zum Tunnel. Dr. Neofitos Arathymos informierte zudem über den aktuellen Stand zum geplanten Vollsortimenter mit Bäckerei.
Viele Besucherinnen und Besucher nahmen sich Zeit, die Planungen genauer anzuschauen und ihre Fragen direkt mit den Fachleuten vor Ort zu klären. Pläne, Filme und Visualisierungen halfen dabei, auch komplexere Vorhaben anschaulich zu vermitteln.
„Ich freue mich sehr, dass die Bürgerinnen und Bürger unser Dialogangebot so intensiv genutzt haben. Viele wollen ganz genau wissen, wie sich Altenahr in den kommenden Jahren verändern wird. Dieses große Interesse zeigt uns, wie wichtig es ist, die Planungen anschaulich zu erklären und die Menschen auf diesem Weg mitzunehmen“, sagt Dr. Neofitos Arathymos, Ortsbürgermeister von Altenahr.
Ein Wochenende mit vielen Einblicken
Der Themenmarkt bildete den zweiten Teil eines ganzen Wochenendes rund um die Zukunft Altenahrs. Bereits am Freitagabend hatten sich Bürgerinnen und Bürger bei einer rund dreistündigen Veranstaltung ausführlich mit der künftigen Entwicklung rund um die Friedenseiche beschäftigt. Ein zentraler Punkt hierbei ist die gemeinsame Entwicklung des gesamten Kirchenumfeldes durch Ortsgemeinde und Kirchengemeinde. Die Kirchengemeinde möchte die Sanierung der Kirchentreppe und die Neugestaltung des Umfeldes gemeinsam mit der Ortsgemeinde realisieren.
„An vielen Stellen wird inzwischen sichtbar, wie die einzelnen Maßnahmen des Wiederaufbaus ineinandergreifen. Es geht nicht nur darum, das Zerstörte wiederherzustellen. Wir wollen Altenahr gemeinsam zukunftsfähig, sicher und lebenswert weiterentwickeln“, fasste Dominik Gieler, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, zusammen.